Am 03.03. fanden die Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen in Solingen statt.

15.03.2018 von Petra Ternieden (0 Kommentare)

Deutsche Meisterschaft

Deutsche Meisterschaft

Die Sehne gespannt, die Pfeile im Köcher. Eigentlich alles wie immer. Nur, dass es sich heute um eine Deutsche Meisterschaft handelt. Die Schützen stellen ihre Bögen an die Gerätelinie, nachdem diese durch die Prüfenden Augen der Kampfrichter für in Ordnung befunden wurden. Diverse Arten des Aufwärmens sind zu beobachten.

Am 03.03. fanden die Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen in Solingen statt. Insgesamt waren 554 Schützen und Schützinnen in verschiedenen Disziplinen und Altersklassen gemeldet. Die Besten aus Deutschland maßen sich miteinander.

Es ist die zweite Deutsche Meisterschaft für Laila Sahraoui und nachdem die Saison zwar Konstant aber leider unter der gewünschten Leistung geblieben ist, sind die Erwartungen nicht gerade hoch. Die Qualifikationsringzahl entsprach Punktgenau dem geschossenen Ergebnis bei der Landesmeisterschaft. Im Feld der 32 gemeldeten Starterinnen sieht sich Laila Sahraoui zu diesem Zeitpunkt entsprechend hinten.

Drei Schützen des Mülheimer Bogensportvereins MASA hatten sich für diese Meisterschaften qualifiziert, doch leider vielen Andreas Angerstein und Ralf Schützhold krankheitsbedingt aus. Ob dieser Umstand der fehlenden Trainingsmöglichkeit in der Halle an der Nordstraße zu verzeichnen ist, weswegen das Training in das unterkühlte Vereinsheim ausweichen musste, wird wohl nicht gänzlich geklärt werden können.

Die ersten Pfeile zeigen, dass Laila sich an diesem Tage Hoffnungen machen kann, in den Top Ten zu landen, denn mit einer 58 (von 60) nach den ersten sechs geschossenen Pfeilen steht sie Ringgleich auf Platz 1 mit der aktuellen Team-Weltmeisterin Michelle Kroppen. Diesen Platz kann Laila leider nicht verteidigen, liegt zur Pause nach 30 geschossenen Pfeilen auf Platz 4.

Im Zuschauerraum saßen Freunde und Vereinskollegen, sowie der Bundestrainer, der Lisa Unruh (leider dieses Mal nicht dabei) zu Olympiasilber verholfen hat und wurden über eine Leinwand nach jeweils sechs geschossenen Pfeilen über den aktuellen Stand der Schützen informiert. Sogar online waren die Live-Ergebnisse zu verfolgen. Der gesamte Ablauf lief reibungslos, denn es waren genug Kampfrichter, die bei knappen Schüssen entscheiden mussten, sowie Helfer des Austragenden Vereins vorhanden und wechselten falls nötig Auflagen aus.

Die zweite Hälfte zeigt langsam schwindende Kräfte, aber dennoch enden beide Durchgänge mit einem Ergebnis, mit dem Laila Sahraoui wohl nicht gerechnet hatte. Persönliche Bestleistung (554 Ringe von 600) und ein sechster Platz von 29 Schützinnen lässt Grund zur Freude. In der Herren- und Damenklasse einzigartig gibt es die Finals. Die besten 16 Schützen müssen jeweils in k.o.-Runden eins gegen eins sich ihren endgültigen Platz erkämpfen. Leider zeigt Lailas Gegnerin mehr Durchsetzungsvermögen und so landet sie am Ende auf Platz 9. Dennoch ein Ergebnis, mit dem sie mehr als zufrieden sein kann. Und Platz nach oben ist ja noch.

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